Ergebnisse:
Zellselektive Schadgaseinflüsse verstehen
Die Untersuchungen zeigen, dass Schadstoffeinflüsse stark von der räumlichen Lage der Zellen innerhalb des Stacks abhängen.
Besonders SO₂ führt zu deutlichen Abweichungen einzelner Zellspannungen gegenüber dem Mittelwert. NO und NH₃ zeigen ebenfalls messbare Einflüsse, diese fallen jedoch geringer aus.
Mit steigender Stromdichte nimmt der Variationskoeffizient zu. Hohe Lastpunkte verstärken somit die Unterschiede zwischen einzelnen Zellen. Eine erhöhte Kathodenstöchiometrie reduziert diese Inhomogenitäten und stellt eine wirksame Stellgröße zur Verringerung von Schadgaseinflüssen dar.
Zeitaufgelöste Untersuchungen zeigen außerdem, dass einzelne Zellen unterschiedlich schnell auf Schadgase reagieren. Während einige Zellen unmittelbar auf die Belastung reagieren, zeigen andere verzögerte Veränderungen. Nach Ende der Exposition regenerieren sich manche Zellen teilweise, andere verbleiben dauerhaft auf einem reduzierten Spannungsniveau.
Die Impedanzspektren weisen charakteristische Veränderungen auf, die auf modifizierte Adsorptionszustände und veränderte Reaktionspfade an der Katalysatoroberfläche hinweisen.