Ergebnisse der Brennstoffzellen-Diagnostik
Die Magnetfeldanalyse ermöglicht die zerstörungsfreie Lokalisierung von Stromdichte-Inhomogenitäten in PEM-Brennstoffzellen, die beispielsweise durch Kontaktprobleme, Austrocknung oder lokale Defekte verursacht werden. Einzelne Defekte mit Ausdehnungen im cm²-Bereich sind bei Stromdichten von etwa 1 A/cm² und Sensorauflösungen im µT-Bereich anhand von Verschiebungen der Magnetfeldverteilung nachweisbar.
Zeitaufgelöste Messungen an betriebenen Brennstoffzellen-Stacks zeigen zudem räumlich-zeitliche Inhomogenitäten während des Betriebs.
Die Mikrostrukturdiagnostik liefert nach der Demontage der Stacks detaillierte Erkenntnisse zu Degradations- und Defektursachen. Risse in Bipolarplatten bis zu einer Breite von etwa 7 µm werden über ECT-Flächenwiderstandskarten detektiert. Erhöhte Kontaktwiderstände an Ti-Fleece-GDLs lassen sich identifizieren und auf chemische Veränderungen an den Oberflächen zurückführen.
Die Pt-Partikelgrößenverteilung in Katalysatorschichten wird mittels Transmissionselektronenmikroskopie quantifiziert, um Ostwald-Reifung und Degradation zu bewerten. Die ToF-SIMS-Bildgebung zeigt die räumliche Verteilung von Elementen wie Na, K, Ca und Ti in MEA und GDL nach zyklischer Belastung und liefert damit wichtige Informationen zur Bewertung von Kontamination und Membrandegradation.